Las Vegas
 

"Glücksspielparadies in der Wüste von Nevada"
 
 

Geographie und Bevölkerung Las Vegas

Las Vegas liegt im äussersten Süden des US-Bundesstaates Nevada (Hauptstadt: Carson City) cirka 290 Meilen/465 Km nordöstlich von Los Angeles (Kalifornien), 280 Meilen/450 Km nordwestlich von Phoenix (Arizona) und 450 Meilen/720 Km südwestlich von Salt Lake City (Utah).
Las Vegas zählt 1,7 Mio. Einwohner (Stand Ende 2002) mit stark zunehmender Tendenz. Der Altersdurchschnitt liegt bei 33,1 Jahre und 24,5 % der Einwohner sind unter 18 Jahre alt. 71,7 % der Einwohner haben europäische Wurzeln. 12,8 % sind Hispanics, 9,8 % sind afro-amerikanisch, 4,5 % haben asiatischen-pazifischen Ursprung und nur 1 % sind Indianer.

Klimadaten

Die durchschnittliche Tagestemperatur schwankt zwischen 12,3 Grad im Januar und 39,7 Grad im Juli. Die durchschnittliche Nachttemperatur zwischen 3 Grad im Januar und 26 Grad im Juli. Die Regentage können an einer Hand abgezählt werden, im Juni 1 Tag und im Januar 3 Tage! Es gibt ca. 320 Sonnentage im Jahr, im Juli und August muss mit Temperaturen von über 40 Grad im Schatten gerechnet werden.

Tourismus, Wirtschaft und Verkehr

Las Vegas wird jährlich von 37 Millionen Touristen aus aller Welt besucht. Ein Viertel des Wirtschaftsumsatzes von 34 Milliarden Dollar (Stand 2004) werden in den Casinos erwirtschaftet, der Rest von Showeintritten, Souvenirs und Luxusartikel. In der Stadt stehen 150'000 Betten die mit einer Auslastung von 90 Prozent glänzen. Der Flughafen Mc Carran hatte im Jahre 2003 ein Fluggastaufkommen von 27 Millionen Passagieren. Seit 1990 verfügt die Stadt über ein Busnetz von insgesamt 38 Linien, das eine Fläche so gross wie der Kanton Zürich abdecken muss.

Chronik zur Stadtgeschichte

Bereits 11'000 vor Christus wohnten und jagdten die Paleo-Indianer im Las Vegas Valley. Um 500 nach
Christus siedelten sich die Anasazi-Indianer an. Später kamen noch die Southern Paiute, die Washoe und
die Shoshonen hinzu.

1776  Padre Francisco Garces gelant bei der Anlage des Old Spanish Trail in die Region um Las
           Vegas.

1829  Auf dem Old Spanish Trail zwischen Santa Fe und Kalifornien entdecken spanische Kundschafter
           Wasser (The Meadows - die Wiesen oder eben Las Vegas - die Wiesen). Der spanische Scout Rafael
           Riviera ist der erste Weisse, der Las Vegas erreicht.

1831  Unter dem Namen Big Spring dienen Wasservorkommen im Raum Las Vegas als Zwischenstopp am
           Old Spanish Trail.

1848  Nach Ende des Amerikanisch-Mexikanischen Krieges wird Nevada Staatsgebiet der USA.

1855  Mormonische Missionare gründen ein Fort in Las Vegas und unterrichten die Indianer in Ackerbau und
           Religion. Drei Jahre später geben sie auf. Die Einwohnerzahl beträgt 55 Personen.

1861  Das Territory of Nevada wird offiziell gegründet.

1864  Nevada wird der 36. Bundesstaat.

1865  Goldsucher Octavius D. Gass baut an der Stätte des alten Mormonenforts die Las Vegas Ranch,
           die erste permanente Siedlung.

1880  Starkes Bevölkerungswachstum in Nevada aufgrund des Minen-Booms, Vertreibung der Palute Indianer
           in Reservate.

1905  Geburtsjahr von Las Vegas im Zuge des Silberbooms und des Eisenbahnbaues.

1907  Die Freemont Street bekommt elektrische Beleuchtung.

1910  Das Glücksspiel wird in Nevada verboten, in Las Vegas wenig beachtet.

1911  Las Vegas hat 1'500 Einwohner und wird erste Stadt Nevadas.

1919  Der Alkoholausschank wird in Nevada verboten, in Las Vegas wenig beachtet.

1928  Planungsbeginn des Boulder Dam am Colorado River 30 Meilen südöstlich der Stadt, der ab 1931
           gebaut wird und erst Arbeiter, später Touristen in den Raum Las Vegas zieht.

1929  Installation der ersten Neon-Reklame am Oasis Club.

1931  Das Glücksspiel und der Alkohol werden wieder legalisiert, jedoch unter Missachtung von Bundes- und
           Staatsgesetzen. Herabsetzung der Wartefrist bei Ehescheidungen auf sechs Wochen.

1935  Der Hoover Staudamm wird eingeweiht.

1940  Am Strip wird das El Rancho Vegas Hotel gebaut, Las Vegas hat mittlerweilen 8'422 Einwohner.
           Das zweite Casino Last Frontier wird eröffnet.

1945  Beginn staatlicher Kontrolle und Besteuerung von Kasino-Einnahmen.

1946  Der New Yorker Gangster Benjamin "Bugsy" Siegel eröffnet das Flamingo Hotel. Glücksspiel und
           Prostitution werden salonfähig. Das Golden Nugget Hotel öffnet seine Pforten.

1951  Am Strip entstehen die Hotels Sands, Sahara, Desert Inn und Tropicana. Im Desert Inn tritt zum ersten
           Mal die US-Showgrösse Frank Sinatra auf. Beginn von oberirdischen Atombombenversuchen nördlich
           von Las Vegas.

1955  Das Riviera-Ressort öffnet seine Tore, es war das erste "Hochhaus" mit 9 Etagen. 

1958  Das Hotel Stardust wird erbaut und ist mit 1'065 Zimmer das grösste Hotel der Welt.

1960  Das erste familienorientierte Hotel "Circus Circus" öffnet seine Pforten.

1963  Eröffnung des Mc Carran International Airport; vorher Mc Carren Field.

1964  Die Beatles im Sahara-Hotel.

1965  Der Boxer Cassius Clay (Muhammad Ali) schlägt Floyd Patterson.

1966  Die Hotels Caesars Palace und Aladdin werden eröffnet.

1967  Elvis Presley heiratet Priscilla Beaulieu im Aladdin.

1968  Eröffnung des Circus Circus, später das erste familienorientierte Hotel.

1973  Eröffnung des MGM Grand, mit 2'100 Zimmer das grösste Hotel der Welt. Debut von Siegfried und
           Roy im Tropicana Hotel.

1978  Die TV-Serie "Vegas" macht die Stadt für Touristen populär.

1980  Ein Feuer zerstört das MGM Grand, heute steht das Bally's an dieser Stelle.

1989  Eröffnung des Mirage Hotel mit 3'049 Zimmer, Baukosten 630 Millionen Dollar.

1990  Eröffnung des Excalibur Hotel mit 4'032 Zimmer das grösste Hotel der Welt.

1993  Die Megahotels Treasure Island und Luxor öffnen ihre Pforten.

1994  Das MGM Grand Hotel wird an neuem Ort aufgebaut und wird mit 5'009 Zimmer das grösste Hotel der
           Welt.

1996  Die Megahotels Monte Carlo und New York, New York sowie der Stratosphere Tower eröffnen. Die
           jährliche Besucherzahl erreicht erstmals die 30 Millionen-Marke. Das Sands-Hotel wird gesprengt um dem
           Neubau Venetian Platz zu machen.

1998  Das Suitenhotel Bellagio wird im Herbst 1998 eröffnet, Baukosten 1,7 Milliarden Dollar. Ebenfalls öffnet
           der goldene Prunkbau Mandalay-Bay seine Pforten. Das alte Aladdin-Hotel wird am 27.04. zum
           Abbruch gesprengt.

1999  Das Hotel Venetian (ehemaliger Standort des Sands Hotels) wird eröffnet. Im September geht mit dem Hotel Paris
          (inkl. Eiffelturm und Triumphbogen) ein weiteres Riesenhotel auf, Baukosten 750 Millionen Dollar.

1999   Am 08. Juli setzen schwere Regenfälle grosse Teile des Strips unter Wasser. Das Caesars musste Teile des
           Casinos und der Shoppingpassage vorübergehend schliessen.

2000  Das Desert Inn-Hotel schliesst für immer seine Pforten. Der Bau aus der Entstehungszeit der grossen
           Strip-Hotels wird durch zwei 59-stöckige Hoteltürme ersetzt werden. Am 17.08. wird das neue Aladdin
           Hotel eröffnet, Baukosten 1,2 Milliarden Dollar. Am Strip wird das El Rancho Hotel gesprengt. 

2004   Eine Monorail-Bahn wird in Betrieb genommen, die in 14 Minuten Fahrzeit diverse Hotels bedient. Vis-à-vis vom Hard
           Rock-Hotel wird im Mai das Hofbräuhaus Las Vegas eröffnet. Die Baukosten verschlangen 12 Millionen Dollar. Das Hofbräu-
           haus wird von Deutschen geführt, im Innern finden 380 Besucher Platz, der Biergarten hat eine Kapazität von 500 Leuten.

2005   Las Vegas feiert im Mai seinen 100. Geburtstag. Diverse Anlässe finden während des ganzen Jahres statt.
           Steve Wynn erfüllt sich seinen Traum und eröffnet das Wynn's Hotel, das zurzeit teuerste Hotel mit Baukosten
           von 2,7 Milliarden Dollar.

 

Die grössten und bekanntesten Hotels und Casinos in Las Vegas:

Das MGM Grandhotel ist mit 5'005 Zimmer zurzeit das zweitgrösste Hotel der Welt, Schwerpunkt der Thematik ist die Film- und Showelt. Hinter der gelben Mähne des kolossalen Löwenkopfes öffnet sich eine gewaltige, mit Glitzersternen besetzte Himmelskuppel. Die Kosten des 1993 aus grünen Spiegelflächen erbauten Komplexes (vier je 30-geschossige Hoteltürme) betrugen eine Milliarde Franken. Das Hotel beinhaltet das weltgrösste Kasino (16'000 m2), ein riesiges Veranstaltungsgelände sowie einen Vergnügungspark. Im 12'000 Zuschauer fassenden Sportsaal werden jeweils die grössten Boxveranstaltungen der Welt durchgeführt (Tyson, Holyfield etc.). In der Hotellobby kann man lebendige Löwen besichtigen. Selbst das Parkhaus mit 9'000 kostenlosen Parkplätzen (hört, hört, liebe Schweizer Parkhausbesitzer) ist eine Superlative und auch hier fahren drei Rolltreppenanlagen die Gäste bequem in jede Etage.

Das Luxor Hotel, eine schwarze Glaspyramide mit 26'783 Scheiben wurde 1993 für rund 500 Millionen Franken erbaut. Zum erreichen der 4'400 Zimmer werden die Gäste mit Aufzügen in den Ecken der Pyramiden hochgefahren. Nachts schiesst ein 315'000 Watt starker, gebündelter Lichtstrahl aus der Spitze der Pyramide in den Himmel empor. Der Strahl entspricht 12'000 Spotbirnen und symbolisiert den altägyptischen Glauben, wonach die tote Seele eines Pharaos geradewegs in den Himmel aufsteigt. Im Innern des Hotel könnte man sechs Jumbo-Jet-Flugzeuge aufeinanderstapeln, der Rauminhalt des Luxor's ist somit die grösste Innenfläche eines Gebäudes auf unserer Erde. Im Kasino befinden sich 116 Spieltische und 2'530 Spielautomaten. 1997 wurde das Luxor erweitert, indem zwei viereckige Klötze genannt "East and West-Tower" angebaut wurde. Manche Suiten beinhalten Whirlpools mit Blick auf die Stadt.  Ich selbst wohnte 1994,1995,1998,1999 und 2003 für einige Tage im Luxor-Hotel und kann es Las Vegas-Reisenden wärmstens empfehlen.

Das Nachbarhotel Excalibur, eine mittelalterliche Burg im Stile des Ritters Camelot der Artus Sage oder eine Mischung aus Schloss Neuschwanstein und Legoland, beinhaltet 4'088 Zimmer. In der riesigen Showarena werden täglich Ritterturniere mit Abendessen durchgeführt (King Arthur's Tournament, am 12. August 1998 von mir besucht). Im Hotelinneren befinden sich Unmengen von Souvenir-Shops und Boutiquen. Das Excalibur wurde 1989 erbaut und ein Jahr später eröffnet. Das Excalibur beherbergt eines der grössten Casino (11'000 m2). Das Hotel ist mit dem Luxor- und dem Mandalay-Bay-Hotel mittels einer Monorail-Bahn verbunden.

Ein weiteres Megahotel (1996 eröffnet) ist das New York, New York. Der Name sagt alles, sämtliche markante Gebäude vom Big Apple wurden hier nachgebaut u.a. eine 50 Meter hohe Kopie der Freiheitsstatue sowie eine 100 Meter lange Nachbildung der Brooklyn Brücke. Sogar mit einer atemberaubenden Achterbahn kann man rund um den Hotelkomplex (2'035 Zimmer, eher klein geraten) sausen (dieses einmalige Fahrt erlebte ich erstmals am 11. August 1998), der Start und das Ziel befinden sich im Hotelinnern! Jedes Jahr finden hier die Weltmeisterschaften im Hot Dog-Essen statt, Teilnehmen kann jeder!

Ein bei Familien beliebtes Hotel ist das Circus, Circus. Kinder geniessen meistens freie Logis und der Themenpark ist speziell auf Jugendliche ausgerichtet, es existiert sogar ein Casiono für Kinder. Das Hotel umfasst 3'770 Zimmer sowie eine sehr grosse Swimming-Pool-Anlage. Das Hotel befindet sich am nördlichen Teil des weltberühmten Strips und im Hotelinnern befindet sich eine Achterbahn, die im grössten überdachten Freizeitpark mit 18 weiteren Attraktionen steht. Ausserdem gibt es einen Wohnmobil-Park. Über dem Casino-Level befindet sich eine Zirkus-Manege wo täglich von 11 - 24 Uhr alle 30 Minuten internationale Acts aufgeführt werden. 

Am südlichen Ende des Strips, direkt neben dem Luxor-Hotel wurde 1998 das Mandalay Bay-Hotel eröffnet. Der goldene Prunkbau mit seinen 3'300 Zimmern verteilt auf 43 Stockwerke, mit tropischen Touch und mystischer Architektur steht auf dem Grundstück des ehemaligen Hacienda-Hotels (ich wohnte dort während drei Tagen im Jahre 1995), das am Silvester 1996 unter Beisein tausender Schaulustiger, umrahmt mit einem gigantischen Feuerwerk, in die Luft gesprengt bzw. dem Erdboden gleichgemacht wurde. Im Mandalay Bay-Hotel befinden sich fünfzehn top Restaurants sowie eine 12'000 plätzige Arena für Sport- oder Musikveranstaltungen. Den Hotelgästen wird eine 40'000 m2 grosse tropische Lagunenlandschaft zum Baden angeboten. Diese Landschaft beinhaltet einen Sandstrand, Wellenbecken, ein künstliches Riff zum Schnorcheln, Wasserfälle und einen Schlauchboot-Kanal.  Eine weitere Attraktion ist das Shark Reef, eine riesige Wasser- und Aquarium Welt mit 13 verschiedenen Hai-Arten und 100 weiteren Meerestieren. Ebenfalls im Hotelinnern gibt es das House of Blues mit all abendlichen Liveauftritten. In der Bar "Rum Jungle" mit Wasserfällen und einer Wand aus Feuer können über 100 Rumsorten kredenzt werden.

Das neueste Hotel in Las Vegas ist das Paris mit französischem Charakter. Das 2'916 Zimmer umfassende Gebäude liegt im zentralen Bereich des Strips. Markant ist der nachgebaute Eiffelturm (halb so gross wie das Original), die Fahrt im gläsernen Fahrstuhl beträgt weniger als eine Minute. Im Innern gibt es ein Pariser Opernhaus, den Louvre, den Arc de Triomph sowie das Hotel de Ville. Für Sportfreaks werden acht beleuchtete Tennisplätze angeboten. Desweiteren gibt es zwei Hochzeitskapellen und die Badezimmer sind alle aus Marmor. Auf dem Dach ist ein riesiger Swimmingpool vorhanden.

Das Tropicana-Hotel befindet sich neben dem MGM-Hotel und ist auf der rechten Stripseite das letzte grosse Hotel vor dem Flughafen. Der Themenbereich umfasst wie im Mandalay-Bay die Tropen. Hier befindet sich die grösste Hallen-/Freibadfläche der Stadt, angelegt wie eine Lagunge sowie mit Wasserrutschbahn durch den Hotellobbybereich und einer Bar im Swimmingpool. Für die 1'878 Zimmer stehen acht Restaurants zur Verfügung. Das Hotel war eine der ersten grossen Bauten in Las Vegas. Berühmt ist der Black Jack-Tisch im Pool, an dem man heranschwimmen kann.

Das Hardrock-Hotel öffnete seine Pforten Ende der Neunziger Jahre. Das Hotel liegt etwas abseits des Strips direkt neben dem weltberühmten Hardrock-Café. Es stehen 670 grosszügige, aber eher nüchterne Zimmer zur Verfügung. Diverse Restaurants (Steakhouse, Mexican Style and Tequila Bar etc.), ein authentischer Laden mit kubanischer Zigarren sind nur einige Beispiele aus dem breitgefächerten Angebot. Für Livemusik steht ein Saal mit einer Kapazität von 1'400 Personen zur Verfügung. Am Pool werden täglich Beachpartys abgehalten.

Den nördlichen Abschluss des Strips bildet das Stratosphere Hotel mit dem inzwischen weltberühmten Tower. Die 2'400 Hotelzimmer, davon 120 Suiten,  befinden sich am Fusse des 356 Meter hohen Turms. Auf der Aussichtsplattform befinden sich ein Dreh-Restaurant (eine volle Umdrehung in einer Stunde), die höchste Achterbahn der Welt, der Big-Shot (in 2,5 Sekunden wird man angeschnallt auf einem offenen Sitz 50 Meter mit 4 G in die Höhe katapultiert) sowie eine Heiratskapelle. In nur 37 Sekunden wird man mit den schnellsten Fahrstühlen auf den Turm gebracht. Das Casino ist eines der grössten in Vegas, man munkelt, dass die Gewinnchancen bei den einarmigen Banditen hier grösser sei als bei den meisten anderen Hotels am Strip. 

Das Mirage-Hotel, zu 5% im Besitz der Michael Jackson-Familie, bietet seinen Gästen den Luxus in verschiedenen Bereichen. 3'044 individuell gestaltete Zimmer und Suiten mit einem künstlichen Vulkan vor dem Hotel. Der 16 Meter hohe Bau bricht ab der Dämmerung alle 15 Minuten aus. In diesem Hotel treten auch die weltberühmten Deutschen Siegfried und Roy mit ihren weissen Tigern auf. Ebenfalls gibt es Delphine und Haie zu besichtigen. Das Mirage-Hotel liegt zwischen dem Treasure Island und dem Caesars Palace. Einige der neun Restaurants besetzen Spitzenränge innerhalb der US-Gastronomie. Das Tropenambiente, ein kleiner Regenwald und ein riesiges Aquarium an der Rezeption machen das Mirage zu einem der beliebtesten Hotels der Stadt.

Das benachbarte Caesars Palace-Hotel bietet 3'656 Zimmer an, die Zimmer sind mit Marmor und vielem mehr ausgestattet, das Hotel gehört zu den exklusiveren Häusern in Las Vegas. 1'200 dieser Räume befinden sich in einem Anbau (1998 eröffnet). Das im römischen Themenbereich erbaute Luxus-Hotel beherbergt unzählige Shopping Geschäfte mit historischem Touch. In der Einkaufspassage von knapp 100'000 m2, aufgebaut als Promenade, hat man das Gefühl als würde man durch Rom schlendern. Innerhalb einer Stunde wird ein ganzer Tag simuliert, vom Sonnenaufgang, über Tag, bis zum Sonnenuntergang, der Himmel verändert sich durch Lichteffekte. Rund 2/3 aller Vegas-Touristen besuchen diese Ladenpassage. Das Casino ist mit jährlich 17 Millionen Gästen das Meistbesuchste in der Stadt. Gediegene Kur- und Fitnessräume gehören ebenfalls zum Angebot. In diesem Hotel tritt jeweils auch der weltberühmte Magier David Copperfield auf. Bekannt ist das Hotel auch aus dem Film Rain-Man mit Dustin Hofmann und Tom Cruise.

Vor dem Bellagio-Hotel, vornehmlich mit Suiten ausgestattet, befindet sich ein 35'000 m2 grosser künstlicher See. Regelmässig sind dort bis zum 75 Meter hohe Wasserfontänen zu bewundern, die zu klassischer Musik tanzen. Das seit 1998 bestehende Hotel wurde im italienischen-europäischen Stil erbaut und beinhaltet einen riesigen botanischen Garten, der rund um die Uhr geöffnet hat, sowie einige teure Markengeschäfte (Gucci, Armani, YSL). Die 3'025 Zimmer sind teils etwas klein geraten. In 16 Restaurants kann man sich verwöhnen lassen. Direkt neben der Lobby befindet sich ein botanischer Garten mit über 7'500 Pflanzen, Blumen und Bäume. Der Garten ist 24 Stunden und der Eintritt ist kostenlos. Das Hotel wirkt sehr kalt und nüchtern, es ist eher familien- und jugendfeindlich und gilt für mich als grosse Enttäuschung der Top-Hotels in Las Vegas.

Das Bally's Hotel wurde 1973 ursprünglich als MGM-Hotel erbaut. Die 2'814 Zimmer, davon 265 Suiten, sind im kalifornischen Stil erbaut worden. Zum heutigen MGM-Hotel führt eine Monorailbahn. Nebst einigen Shops ist auch eine Kunstgallerie zu finden. Für Hotelgäste stehen acht Tennisplätze zur Verfügung. Der Bally Swimming-Pool ist einer der letzten grossen und tiefen Pools in Las Vegas. 1980 gab es einen Grossbrand auf dem Gelände bei dem 80 Menschen den Tod fanden, das Hotel musste danach neu aufgebaut werden. 

Das 1996 erbaute Monte Carlo-Hotel ist ein gemeinsames Kind des Mandalay Bay und des Mirage-Hotels. 3'002 Zimmer, davon 259 Suiten, sind alle mit Möbel aus Kirschbaumholz ausgestattet. Der grosse Wasserpark beinhaltet sechs Pools, davon ein Wellenpool. Im Casino stehen europäische Roulettetische (nur eine 0, keine Doppelnull wie üblich), einige der wenigen solcher Tische in der ganzen Stadt. Die nationale Showgrösse, der Magier Lance Burton tritt hier auf, der einzige Magier der alle vier grossen Magier-Awards gewonnen hat. Populär ist auch die Brauerei mit Bar mitten im Komplex, sie bietet sechs verschiedene frisch gebraute Biersorten an. 

Das Rio-Hotel liegt an der Flamingo-Road, eine Querstrasse zum Strip und deshalb etwas abseits des Trubels. Gerade deshalb beinhaltet der Themenpark wohl den ganzjährigen Karneval von Rio. Das Casino ist eines der grössten und auch lautesten der Stadt. Zudem sollen im Rio die hübschesten Frauen auftreten. Im Rio gibt es nur Suiten, 2'563 an der Zahl, die Duschen haben ein Fenster damit man auch von hier aus TV sehen kann. Der Pool ist eine tropische Lagune mit einem grossen Sandstrand. Der Rio-Club ist die heisseste Disco der Stadt. Zudem soll es in den Restaurants die grösste und exklusivste Weinauswahl haben.

Das Desert Inn galt lange als nobelste Adresse der Stadt, es gehört aber immer noch zur Spitzengruppe. Der hauseigene Golfplatz und der parkähnliche Garten geben dem Haus das Flair eines Country Clubs. Es stehen 715 geräumige Zimmer zur Verfügung. Leider wurde das Hotel im Jahre 2000 aus finanziellen Gründen geschlossen. 

The Venetian, hier haben Luxus und Pomp eine feine Adresse. Von aussen eine fast perfekte Replik des Dogen-Palastes, 3'354 Suiten, es werden keine Standard-Zimmer angeboten (eine Erweiterung ist bereits in Vorbereitung), noble Restaurants und ein riesiges Kasino lassen keine Wünsche offen. Für 12 Dollar kann man sich für ein paar Minuten auf dem nachgebauten Canale Grande herumschippern lassen. Das Venetian beherbergt das einzige Madame Tussauds-Wachsfigurenkabinett in den USA. 

Für Kinder ist das Treasure Island ein Abenteuerspielplatz, alles steht unter dem Motto "Piraten der Karibik". Vor dem Hotel findet ab 16 Uhr fünfmal täglich eine Piratenschlacht statt mit pyrotechnischen Tricks und atemberaubenden Stunts, was regelmässig zu einem völligen Verkehrschaos führt.  Es stehen 2'885 elegante Zimmer zur Verfügung. Die weltberühmte Mystere-Show vom Cirque de soleil wird jährlich von 5 Millionen Menschen besucht.

Das neue Aladdin wurde im August 2000 eröffnet. Inspiriert wurden die Erbauer von den Geschichten aus 1001 Nacht. Mit 2'567 Hotelzimmern gehört das Aladdin zu den grösseren Resorts in Las Vegas. Alle Zimmer sind hervorragend ausgerüstet und verfügen über geräumige Badezimmer. Der Zugang zur Pool-Landschaft in der 6. Etage erfolgt direkt über die Gäste-Aufzüge. Sehenswert ist die Desert-Passage, eine Einkaufsstrasse in Hufeisenform mit ca. 130 Geschäften auf einer Fläche von 45'000 m2. Am 1. Mai 1967 schrieb das Aladdin Rock'n'Roll-Geschichte als Elvis und Priscilla Presley hier heirateten. 

Das Flamingo Hotel gehört wohl zu den berühmtesten Resorts in Las Vegas. Es ist ein Synonym für den endgültigen Aufstieg von Las Vegas zur Glücksspiel-Hauptstadt der Welt. Zwangsläufig verbindet man das Casino mit dem Gangsterboss Bugsy Siegel, der das Original-Flamingo 1946 bauen liess. Mitte der 90er Jahre wurde das Anwesend grundlegend renoviert. Im Hotel befinden sich 3'642 modern ausgestatte Zimmer. Eine grosse Attraktion ist der botanische Garten mit Spazierwegen und Pools, vielen Tieren wie Pinguinen und Flamingos die sich frei bewegen. Im Rosengarten befindet sich die Garden Wedding Chapel, die Hochzeitskapelle. Seit der Eröffnung 1995 haben sich hier über 3'000 Paare das Ja-Wort gegeben.

Bei Nacht bietet das Riviera eine der schillernsten und schönsten Aussenfassaden, wohl auch ein Grund dafür, dass viele Filme hier gedreht wurden, so 1961 "Ocean 11-das Original" oder 1994 "Casino". Das Riviera beherbergt heute 2'100 Zimmer und Suiten. Das Casino versprüht noch heute den Flair der guten alten Zeit. Mit vier verschiedenen Shows ist das Riviera ein wahrer Unterhaltungstempel.

Das Sahara, eröffnet 1952, erwarb sich schnell den Ruf als Top-Adresse für Unterhaltung. Im Congo Room traten Grössen wie Liza Minelli oder Tina Turner auf. Es war auch das Sahara, das 1964 die Beatles nach Las Vegas brachte. Vom alten Sahara ist nach einer grundlegenden Renovation eigentlich nichts mehr übrig. Ein kleiner Nachteil ist die Lage, das Sahara liegt am nördlichen Ende des Strips. Das Hotel bietet 1'720 moderne Hotelzimmer im marokkanischen Stil. Highlight bei den Attraktionen ist die Speed-Achterbahn, man fährt am Sahara-Komplex vorbei, eine steile Rampe hoch und dann geht die Fahrt weiter, aber rückwarts!

Das Stardust ist eine Legende in Las Vegas. Die Anlage ist hauptsächlich ein Spielplatz für Erwachsene, es hat keine Attraktionen für Familien oder Kinder. Das Casino wird hauptsächlich von echten Spielern und nicht von Touristen besucht. Das Hotel bietet 1'500 Zimmer und Suiten.