Donnerstag, 12. August 1999 (Las Vegas)
 

Auch den heutigen Tag starteten wir mit einem Besuch des reichhaltigen Hotelbuffets. Im Pharao's Pheast wird einem wirklich jeder kulinarische Wunsch erfüllt.
Für den letzten ganzen Tag in Vegas hatten wir kein grosses Programm mehr. Wir schlenderten durch diverse Souvenirläden und schworen uns, bis am Abend nichts mehr zu essen. Gegen Mittag waren wir im Excalibur-Hotel wo ich einen Mc Donals entdeckte, indem ich etwas trinken wollte, und mich überreden liess, doch ein Quarterpounder-Menü zu nehmen. Was solls, wir stärkten uns auf und bemerkten am Nebentisch einen Vater mit zwei Kindern. Die frassen den halben Laden leer, der Vater brachte sicher 250 Kilogramm auf die Waage. Plötzlich verschwanden die Jungs und kehrten mit einer Kartonschachtel zurück, worin sich frische Donuts befanden, die von den drei bzw. hauptsächlich vom Vater auch noch vertilgt wurden. Da zeigte sich doch wiedereinmal unsere Bescheidenheit in Sachen Essen und Ernährung!
Am Nachmittag besuchten wir im Luxor eine Imax-Theatervorführung T-Rex (Dinosaurier) in 3D. Dieser Film läuft jeden Tag im Luxor stündlich von 16 Uhr bis Mitternacht. Hier wurde man mit 3D-Brille und Kopfhörer ausgerüstet, nach etwa 40 Minuten war diese enttäuschende Vorführung zu Ende. Da ist ja jede 3D-Vorführung an einer Chilbi noch besser! Ich entdeckte im Luxor noch einen Passfotoautomaten, wo zuerst von mir ein Foto gemacht wurde, dann mit einem Modell gemixt und daraus ergab sich dann ein Kinderfoto, so wie unser gemeinsames Kind aussehen würde. Das ganze Prozedere war auf einem Monitor auch draussen für die übrigen Touristen zu sehen, man war das einerseits lustig und andererseits fast peinlich.
Für das Nachtessen hatten wir das Nitro Grill im Innern des Excalibur-Hotels ausgesucht. Diese Beiz in richtiger Wrestling-Ambiance ist ein neuer Laden, wo wöchentlich auch Stars aus der Wrestling-Szene zu Besuch sind. Leider nicht heute. Obwohl es noch freie Tische hatte, erklärte uns die Eingangsdame es sei alles reserviert und wir dürfen uns aber an der Bar aufhalten. Da man auch dort speisen konnte, bestellten wir uns ein Bier ich entschied mich für ein Lachssteak mit Reis und Salat, Thomas wählte Schweinskoteletten mit Kartoffeln und Salat aus. Ueberall hingen grosse Monitore wo gerade die neuesten Wrestling-Kämpfe zu bestaunen waren. Draussen am Eingang hatte es eine Souvenirecke, wo ich mir noch ein T-Shirt kaufte. Der Verkäufer fragte mich, ob ich aus Australien käme, da fragte ich ob mein Englisch so gut oder so schlecht sei. Ich klärte ihn über meine genaue Herkunft auf, und er gab kleinlaut bei, er sei ein halber Deutscher, jedoch in Amerika geboren und könne kein Wort deutsch. Nach einem kleinen sympathischen Talk verabschiedeten wir uns und gingen zurück ins Luxor. Heute war jetzt grosser Gameabend, wo wir im Casino zuschlagen und die ganze Stadt übernehmen wollten. Dieser Jahr setzte ich voll und ganz auf Roulette, leider blieb sämtliches Glück von mir fern. Thomas erging es beim Black Jack nicht viel besser, sodass wir zur vorgerückten Stunde an den einarmigen Banditen landeten. Wir hatten einen Kasten endeckt, der mit einem Zusatz Glücksrad ausgestattet war, diese Kasten sind mit anderen Automaten in verschiedenen Hotels gekoppelt, es wartete ein zweistelliger Millionenjackpot auf uns.
Während des Gamens zeigte ich Thomas noch die Wirkung eines fünf Dollar-Trinkgeldes bei den Bardamen die uns mit Gratis Jack Daniels bzw. Campari-Orange versorgten. Ich glaube bei einer Trinkgelderhöhung wären die Damen inbegriffen gewesen!! An diesen Automaten hatten wir zeitweilig einen Gewinn von gut 300 Dollar, statt diese zu nehmen, spielten wir weiter bis wir total blank waren. Ich war sogar meine Traveller Checks noch einlösen gegangen. In den frühen Morgenstunden ging es mit leichtem Kopfweh und noch leichterem Portemonnaie in Richtung Zimmer. Erfolglos aber mit einem tollen Abend belohnt fielen wir ein letztes Mal müde in unsere Betten.