Auch den heutigen Tag starteten wir mit einem Besuch des reichhaltigen
Hotelbuffets. Im Pharao's Pheast wird einem wirklich jeder kulinarische
Wunsch erfüllt.
Für den letzten ganzen Tag in Vegas hatten wir kein grosses
Programm mehr. Wir schlenderten durch diverse Souvenirläden und schworen
uns, bis am Abend nichts mehr zu essen. Gegen Mittag waren wir im Excalibur-Hotel
wo ich einen Mc Donals entdeckte, indem ich etwas trinken wollte, und mich
überreden liess, doch ein Quarterpounder-Menü zu nehmen. Was
solls, wir stärkten uns auf und bemerkten am Nebentisch einen Vater
mit zwei Kindern. Die frassen den halben Laden leer, der Vater brachte
sicher 250 Kilogramm auf die Waage. Plötzlich verschwanden die Jungs
und kehrten mit einer Kartonschachtel zurück, worin sich frische Donuts
befanden, die von den drei bzw. hauptsächlich vom Vater auch noch
vertilgt wurden. Da zeigte sich doch wiedereinmal unsere Bescheidenheit
in Sachen Essen und Ernährung!
Am Nachmittag besuchten wir im Luxor eine Imax-Theatervorführung
T-Rex (Dinosaurier) in 3D. Dieser Film läuft jeden Tag im Luxor stündlich
von 16 Uhr bis Mitternacht. Hier wurde man mit 3D-Brille und Kopfhörer
ausgerüstet, nach etwa 40 Minuten war diese enttäuschende Vorführung
zu Ende. Da ist ja jede 3D-Vorführung an einer Chilbi noch besser!
Ich entdeckte im Luxor noch einen Passfotoautomaten, wo zuerst von mir
ein Foto gemacht wurde, dann mit einem Modell gemixt und daraus ergab sich
dann ein Kinderfoto, so wie unser gemeinsames Kind aussehen würde.
Das ganze Prozedere war auf einem Monitor auch draussen für die übrigen
Touristen zu sehen, man war das einerseits lustig und andererseits fast
peinlich.
Für das Nachtessen hatten wir das Nitro Grill im Innern des
Excalibur-Hotels ausgesucht. Diese Beiz in richtiger Wrestling-Ambiance
ist ein neuer Laden, wo wöchentlich auch Stars aus der Wrestling-Szene
zu Besuch sind. Leider nicht heute. Obwohl es noch freie Tische hatte,
erklärte uns die Eingangsdame es sei alles reserviert und wir dürfen
uns aber an der Bar aufhalten. Da man auch dort speisen konnte, bestellten
wir uns ein Bier ich entschied mich für ein Lachssteak mit Reis und
Salat, Thomas wählte Schweinskoteletten mit Kartoffeln und Salat aus.
Ueberall hingen grosse Monitore wo gerade die neuesten Wrestling-Kämpfe
zu bestaunen waren. Draussen am Eingang hatte es eine Souvenirecke, wo
ich mir noch ein T-Shirt kaufte. Der Verkäufer fragte mich, ob ich
aus Australien käme, da fragte ich ob mein Englisch so gut oder so
schlecht sei. Ich klärte ihn über meine genaue Herkunft auf,
und er gab kleinlaut bei, er sei ein halber Deutscher, jedoch in Amerika
geboren und könne kein Wort deutsch. Nach einem kleinen sympathischen
Talk verabschiedeten wir uns und gingen zurück ins Luxor. Heute war
jetzt grosser Gameabend, wo wir im Casino zuschlagen und die ganze Stadt
übernehmen wollten. Dieser Jahr setzte ich voll und ganz auf Roulette,
leider blieb sämtliches Glück von mir fern. Thomas erging es
beim Black Jack nicht viel besser, sodass wir zur vorgerückten Stunde
an den einarmigen Banditen landeten. Wir hatten einen Kasten endeckt, der
mit einem Zusatz Glücksrad ausgestattet war, diese Kasten sind mit
anderen Automaten in verschiedenen Hotels gekoppelt, es wartete ein zweistelliger
Millionenjackpot auf uns.
Während des Gamens zeigte ich Thomas noch die Wirkung eines
fünf Dollar-Trinkgeldes bei den Bardamen die uns mit Gratis Jack Daniels
bzw. Campari-Orange versorgten. Ich glaube bei einer Trinkgelderhöhung
wären die Damen inbegriffen gewesen!! An diesen Automaten hatten wir
zeitweilig einen Gewinn von gut 300 Dollar, statt diese zu nehmen, spielten
wir weiter bis wir total blank waren. Ich war sogar meine Traveller Checks
noch einlösen gegangen. In den frühen Morgenstunden ging es mit
leichtem Kopfweh und noch leichterem Portemonnaie in Richtung Zimmer. Erfolglos
aber mit einem tollen Abend belohnt fielen wir ein letztes Mal müde
in unsere Betten.